DIE FESTUNGSTOUR
Feste Kaiser Wilhelm II
Ein spannender historischer Rundweg
Viele Themen werden während des Besuchs angesprochen: die massive Einführung neuer Techniken in vielen Bereichen, die unbeschwerten guten Zeiten und der schleichende Aufstieg von Nationalismus und Militarismus, die diplomatischen und militärischen Aspekte, natürlich mit dem Ersten Weltkrieg. Wie kam es zum Krieg ? Die Völker werden den hohen Preis der Industrialisierung des Krieges und der nationalistischen Blindheit tragen. Das Fazit am Ende des Besuchs ist selbstverständlich: Krieg ist dumm und Europa hat uns 77 Jahre davor bewahrt!

Praktische Hinweise
Für eine Führung sollte man sich auf eine Dauer von 2,5 Stunden und einen Gehweg von 2 km Länge (wovon der Großteil unterirdisch ist) einstellen.
Die Innentemperatur beträgt die ganze Saison über circa 12-14°C. Im Falle von schlechtem Wetter bereiten Sie sich bitte mit geeignetem Schuhwerk, einem Regenschirm oder einer Regenjacke entsprechend vor.
Die Tour ist leider für gehbehinderte nicht begehbar (ca. 2 km, 200 Stufen, enge Stellen)

Eine globalgeschichtliche Darstellung
• Die geopolitische Situation in Europa vor dem Ersten Weltkrieg
• Das Aufkommen des Industriezeitalter
• Die technische Revolution
• Die Entwicklung der Festungstechnik
• Die Entwicklung der Gesellschaft und die Lebensumstände zwischen 1890 und 1914
• Der Erste Weltkrieg und seine Konsequenzen
• Die Deutsch-Französische Gechichte

Ein unterirdischer Hohlgang
Die neuen deutschen Befestigungen werden nach 1900 nach dem neuen Konzept der auf der Feste erfundenen aufgelösten Festunegen (Feste) errichtet. Dies macht es notwendig, die Werke durch unterirdische Galerien zu verbinden. Ab 1908 werden sie in eiförmiger Form gebaut, um dem Druck von allen Seiten standzuhalten.
Zwei davon können Sie bei Ihrem Besuch entdecken.

Das Model der Feste
In dem usprünglichen Verbandraum des Infanteriewerk 1 zeigt eine Karte mit Relief die gesamte Organisation dieser riesigen Festung, von der Sie nur etwa 10% besichtigen. Sie können hier, in Verbindung mit mehreren Gemälden, die Weite und Komplexität dieser Festung wie keine andere zu ermessen. Eine Tastatur steht Ihnen zur Verfügung, um die verschiedenen Teile der Festung zu beleuchten.

Absoluter Respekt der Anlagen und Austattungen
Die gesamte zu besichtigende Ausstattung (Küchen, Maschinenräume, Bäckereien, Brunnen, etc.) befindet sich nach wie vor an ihrem Platz, wurde restauriert und besteht größtenteils aus Unikaten.
Die Feste von Mutzig ist weltweit die einzige deutsche Festungsanlage mit ihrer vollständigen Originalausstattung.

Thematische Ausstellungen
Während einer Besichtigung geben unsere Fremdenführer/innen Ihnen einen umfassenden Einblick in die Problematiken einer modernen Festungsanlage aus einer historischen, architektonischen und technischen Perspektive. Ebenso behandelt wird der deutsch-französische Blickwinkel und eine Reflexion der Ursachen und Konsequenzen, welche zur Katastrophe des Ersten Weltkriegs führten.

Die Unterseite des Forts
Nach der unterirdischen Etappe führt Sie der Rundgang zu den Kampfstellungen und ermöglicht Ihnen zugleich, die wunderbare Landschaft der Rheinebene und der Vogesen zu genießen.

Herrliche Landschaften
Der Hügel von Mutzig wurde für den Bau des Forts ausgewählt, weil er in alle Richtungen einen Blick auf die Rheinebene und die Vogesen bietet. Je nach Jahreszeit sind die Panoramen grandios und wechseln sich ständig ab.

Ein geschütztes Ökosystem
Die Festung liegt auf einem Kalksteinhügel der Vogesen, die Naturwelt ist besonders gut geschützt. Auf dem Gelände gedeihen seltene Orchideen und Pflanzen nebst einer besonderen Tierwelt.
