Feste Kaiser Wilhelm II

Die mächtigste Festung vor dem Ersten Weltkrieg.


Das Fort Mutzig hatte 22 Türme, 12 10-cm-Kanonen und 8 15-cm-Haubitzen. Seine Feuerkraft, mehr als 6 Tonnen Granaten pro Minute, ist für die damalige Zeit weltweit einzigartig.

Die Feste bekam die erste Stahlpanzertürme, dort wurde anhand der Versuche mit den Verschwind-Lafetten und den minimal Schießscharten Lafetten entschieden dass der 10cm Panzerturm mit der Minimal-Scharten Technik gebaut werden sollte.
Die minimale Schießscharte wird sich als viel effektiver, robuster, einfacher und billiger erweisen

15cm HPT 93



Der 15-cm-Haubit-Panzer-Turm Modell 1893

Die beiden Forts der Feste werden mit 8 15-cm-Haubitz-Panzer-Türme Modell 1893 (15-cm-H.P.T.93) ausgestattet. Die nach 1899 gebauten Festen um Metz und Thionville bekamen die neue Version 1895, die durch die gesammelte Erfahrungen in Mutzig entstand.

6cm PT (verschwindlafette)



Der Verschwind-Lafetten-Turm für die 57mm Kanone

Parallel dazu werden in den beiden Forts 8 Türme für die 57-mm-Schnellfeuerkanone in dem Verschwindlafettenturm zur Nahverteidigung eingebaut.
Die Verschwindlafette Tests werden viele Nachteile aufdecken, diese Technik wurde daher nicht in das deutsche Festungssystem übernommen.

10cm K.i.S.L.

Der Panzerturm für das 10cm Kanone

Die Tests zur Auswahl des 10-cm-Panzerturmsystems 1897 abgeschlossen. Die Angst vor einer bevorstehenden Kriegserklärung in den Jahren 1898-99 führt zum Bau von Schirm-Lafetten-Batterien, für Geschütztürme der Marine geeignet sind, die bereits verfügbar waren bis die Lieferungen der ersten 10cm Panzertürme stattfanden.

10cm PT (verstärkt)

10cm Panzerturm verstärkt

Der Bau einer Batterie für vier 10-cm-Geschütztürme begann 1904. Damit stieg die Zahl der 10-cm-Geschütze der Feste auf 14.
Dieser Turm ist in drei Versionen erhältlich: die Version für die kurze 10-cm-Kanone (Länge 2,10 m), die Version für die normale 10-cm-Kanone (Länge 3,50 m) oder die Version für die verstärkte 10-cm-Kanone mit einem dickeren Mündungsradius.

7,7cm KiKL

7,7mm Kanone in Kasematenlafette (7,7cm K.i.K.L.)

Die 7,7cm-Kasemattenkanone wurde ab 1907 in Metz eingebaut, um die Intervalle zwischen den Festen zu flankieren. Mutzig wurde nicht mit diesem Geschütz ausgerüstet, die Intervalle mit den Forts von Straßburg, ca. 20 km, werden von den 10,5-cm-Geschützen der Batterie 6 flankiert.

5cm KiKL

5cm Kanone in Kasematenlafette

Die Firma Gruson in Magdeburg hat eine 53-mm-Schnellfeuerkanone entwickelt. Diese Geschütze auf werden die Schießscharten der Grabenwehren der beiden Forts von Mutzig ausstatten, 6 Geschütze pro Fort, insgesamt 12 Geschütze.

Festungslafette 03 für MG 03 und MG 08

Festungs-Lafette 03 für MG 03 und MG 08.

Die Maschinengewehre werden nach und nach die 5-cm-Kanonen für die Flankierung ersetzen. In den neuen Grabenwehren wird die Festungslafette 03 eingebaut, die für die Maschinengewehre Modell 03 und 08 angepasst werden kann.

Eine Versuchslafette und eine der Lafetten der Feste

MG 08 auf Flacklafette

Fortschritte in der Luftbeobachtung und der Entwicklung von Luftschiffen und Flugzeugen erfordern den Entwurf eines Flugabwehrsystems.
An den vier Ecken des Feste werden mindestens 8 Lafetten für Flugabwehr-Maschinengewehre platziert.