DIE BEOBACHTER

Feste Kaiser Wilhelm II

Die mächtigste Festung vor dem Ersten Weltkrieg.


Die Beobachtungstechnik hat in den 22 Jahren Bauzeit der Feste zahlreiche Verbesserungen erfahren. Von dem Modell von 1894, das mit einem monokularen Fernrohr ausgestattet war, bis zu den Versuchen mit Periskopen in den Jahren 1908-1910 hat sich die Artilleriebeobachtung kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Feste von Mutzig verfügte über 12 Artillerie-Beobachtungspanzertürme oder Stände und 2 experimentelle Periskope.
Diesen Beobachtungssystemen ist ein Ausstellungsraum auf der Feste mit maßstabsgetreuen Modellen, Brillen usw. gewidmet.

P.B.T. 94
P.B.T. 94



Der Artillerie-Beobachtungsturm 1894

Der allererste Beobachtungsturm wurde 1894 eingeführt (P.B.T. 94). Das Fernrohr war monokular. Der Turm wurde nur in 4 Exemplaren gebaut, 3 für die Feste und ein Exemplar für die Befestigung von Graudenz (heute in Polen).

P.B.St. 96
P.B.St. 96





Der Artillerie-Beobachtungsdtand 1893

Die Schirmlafettenbatterien (B1, B3 und B4) wurden mit einer speziellen Version des Panzer-Beobachtungs-Stand 96 ausgestattet.

P.B.T. 96
P.B.T. 96

Der Artillerie-Beobachtungsturm 1896

Die Feste de Mutzig bekam keinen Beobachtungsturm Modell 1896 mit binokularem Fernrohr.

P.B.St. 05
P.B.St. 05

Der Artillerie-Beobachtungsstand 1905

Ein neuer Panzer-Beobachtungs-Stand wurde zwischen 1904 und 1905 auf der Feste in Mutzig erfolgreich getestet, er bekam den Namen P.B.T. 05. Die Feste wird mit 6 dieser Panzerbeobachter ausgestattet.

Périscope Goerz
Periskop Goerz

Monokular-Periskopfernrohr GOERZ

1908 wurden in der Feste zwei periskopische Beobachtungssysteme getestet. Ein Prototyp der Firma Goerz, von den Persikopen der Uboote abgeleitet, wird im Infanteriewerk Nr. 8 eingebaut. Vergrößerungsfaktor 1,5 X und 3 X.

Die Möglichkeit, das gleiche Beobachtungsinstrument für Infanterie- und Artillerie-Beobachtung zu verwenden sollte auch getestet werden.

1986 haben wir alle Elemente des Periskop demontiert.

Les éléments du périscope Zeiss en place vers 1970
Das Zeiss-Periskops noch eingebaut um 1970



ZEISS binokulares Periskop

Mit dem Periskop der Firma Zeiss sollten die Vorteile des Doppelfernglases gegenüber dem Monokular gestet werden. Der Vergrößerungsfaktor war 1,5 X und 6 X.

Zu den Optiken selbst, die vor 1960 demontiert wurden, liegen uns derzeit keine genauen Unterlagen vor.

1975 haben wir alle Elemente des Periskop demontiert.

Wachtturm (Alt)
Wachtturm (Alt)

Infanterie Wachtturm (Altes Modell)

Die Infanterie verfügte über gepanzerte Wachttürme, zwei Versionen folgten aufeinander.
Die beiden Forts wurden mit dem ersten Modell ausgestattet, 3 für das Ostfort und 2 für das Westfort.

Wachtturm version légère
Wachtturm (leicht)

Infanterie Wachtturm leicht (Altes Modell)

Dieses Modell ist das Beobachtungssystem, das mit den leichten Verschwindlafetten-Türmen für die 57mm Kanonen (Neuf-Brisach) verbunden ist.
Eine Exemplar ist auf dem Parkplatz von Fort de Mutzig ausgestellt.

Wachtturm (Neu)
Wachtturm (Neu)

Infanterie Wachtturm (Neues Modell)

Die neuen Infanteriewerke 11 und 12 (1908) wurden mit der neuen Version des Wachturmes ausgestattet. Es zeichnet sich durch eine Vereinfachung des Zugangs zum Beobachtungssitz und eine bessere Evakuierung für einen verletzten Beobachter.

Schneckenbeobachter
Schneckenbeobachter

Die Schneckenbeobachter für die Infanterie

Eine große Anzahl von Schneckenbeobachter wurde in den Schützengräben aufgestellt. Sie bestehen aus zwei verzinkten Blechen und einer Füllung aus Sand und Kies.

Abri d'infanterie n°16, salle n°4/5
Infanteriewerk Nr.16, Raum 4/5

Die Beobachtungsanlagen der Feste

Im Jahr 2022 schließen wir die Einrichtung eines Raums ab, der ganz den Beobachtungssystemen der Deutschen Festungen gewidmet ist: vom Beobachtungsturm von 1894 bis zu den Periskopen, einschließlich des Beobachtungsstands von 1905, eine Reihe von Innovationen und Verbesserungen!
Die Ausstellung zeigt Modelle, Optiken und Einrichtungsteile. Diese Ausstellung ist absolut einzigartig auf der Welt, sie dokumentiert sämtliche Mittel, die für die Beobachtung der deutschen Festen entwickelt wurden, ohne die wären die Panzertürme blind gewesen!